saison20132014
19. Oktober 2013 // 15.20 Uhr

Gutes Spiel – magerer Punkt

Die SG Dynamo Dresden hat aus dem Sandhäuser Hardtwald vor 6.500 Zuschauern trotz einer insgesamt guten Leistung nur einen Punkt mitnehmen können. Das Spiel endete torlos 0:0. Letztlich war es die mangelnde Chancenverwertung, die einer stark kämpfenden Mannschaft den verdienten Lohn kostete.

Im Vergleich zum zwei Wochen zurückliegenden Heimspiel gegen Aalen (2:0) hatte Cheftrainer Olaf Janßen die Mannschaft auf zwei Positionen verändert. Im Abwehrzentrum vor Benjamin Kirsten brachte er neben Kapitän Romain Brégerie Adam Susac anstelle von Adnan Mravac (Trainingsrückstand nach Kopfverletzung). Die linke Seite bespielten Sebastian Schuppan und Idir Ouali, auf der rechten Bahn sicherte Thorsten Schulz den Außen Robert Koch ab. Im defensiven Mittelfeld begannen Anthony Losilla und Marco Hartmann. Mickael Poté kehrte ins Team zurück und ersetzte den Länderspielreisenden Amine Aoudia. Neben ihm stürmte Zlatko Dedic.

Ohne langes Abtasten entwickelte sich von Beginn an ein munteres Spiel auf dem frisch gewässerten Rasen im sonnigen Nadelwald zu Sandhausen. Es waren die Gastgeber, die den ersten Warnschuss aufs Dresdner Tor absetzten. Einen aus spitzem Winkel aufs kurze Eck getretenen Freistoß entschärfte Kirsten mit den Fäusten (2.). Sechs Minuten später wurde es fürs Dresdner Gehäuse dann richtig gefährlich. Nach einem Tackling von Brégerie sprang der Ball zum plötzlich freien Stiefler, dessen Schuss aus zwölf Metern Kirsten im letzten Moment mit dem Fuß zur Ecke klärte. Die Klatschpappen auf der Haupttribüne quittierten es dennoch dankbar. Nach einer knappen Viertelstunde spielte Dresden für zwei Minuten zu zehnt: Susac bekam nach einem Zusammenprall mit Ex-Dynamo Jovanovic einen Turban und ein neues Trikot verpasst.

Kurz nachdem der Innenverteidiger wieder ins Spiel zurückkehrte, kam Dynamo zu einer Großchance. Losilla hatte sich ins Sturmzentrum geschoben und bekam den Ball auf den Fuß. Der Franzose wurde beim Abschluss zwar effektiv gestört, doch den Abpraller konnte Dedic auf Ouali ablegen – der den Ball zum Entsetzen der etwa 2.000 lautstarken Dresdner Fans nicht nur am geschlagenen Riemann, sondern auch am Pfosten vorbeischob (14.). Die Intensität nahm weiter zu, der SVS war wieder am Zug. Nach einer Eingabe von rechts köpfte Linsmayer das Spielgerät aus kürzester Distanz aufs Dresdner Tor, doch Kirsten war mit einem prächtigen Reflex da. Auch in den zweiten Ball warf sich der Dresdner Schlussmann mit Wucht hinein und konnte die Kugel schließlich unter sich begraben (28.). Vier Minuten später lenkte Riemann einen Schuss von Poté um den langen Pfosten. Und auch die Schlussszene in diesen rassigen ersten 45 Minuten gehörte Dynamo. Nach einer guten Kombination über Schulz und Koch fand dessen Flanke Ouali, der den Ball aus aussichtsreichster Position über den Querbalken drosch (44.).

Nach der Halbzeit, in der ein Mitarbeiter unseres Vereins auf einer Klatschpappe beinahe böse ausgerutscht wäre, spielte die schwarz-gelbe Mannschaft in Richtung der eigenen Fans. Olaf Janßen brachte Aoudia für Dedic ins Spiel. Die erste Chance für Dynamo hatte dann der Gegner: Achenbach „klärte“ kurios durch einen gefühlvollen Heber mit der Innenseite von der eigenen Strafraumgrenze. Riemann schaute sich verdutzt um und stellte fest: Kein Tor. Viel hatte nicht gefehlt (51.). Noch ein bisschen knapper strich drei Minuten später Aoudias Kopfball am Pfosten vorbei. Doch bei der Maßeingabe von Schulz wähnte der Assistent den Algerier im Abseits. Dynamo blieb weiter am Drücker. Nach guter Ballbehauptung im Zentrum machte Losilla das Spiel breit. Ouali zog nach innen in den 16er und zog ab – es klatschte am langen Pfosten. Den Nachschuss von Hartmann hielt Riemann (58.).

Es war inzwischen zum Haareraufen. Dresden hatte sich in dieser zweiten Hälfte ein Übergewicht erspielt und kontrollierte den Gegner weitgehend, ohne sich dafür zu belohnen. Und irgendwie schien die Akustik der Klatschpappen immerhin Heerscharen von Marienkäfern anzuziehen. Auf dem Rasen war Dynamo inzwischen das klar bestimmende Team. Nach vorne getrieben von den Fans, kämpfte das Janßen-Team um den ersehnten Auswärtsdreier. Doch nunmehr fehlte bei Dynamo in der gegnerischen Hälfte ein wenig die Präzision, um den Ballbesitz ertragreich auszuspielen. Die wenigen Vorstöße der Schwarz-Weißen blieben in der Defensive um Brégerie hängen.

So blieb es letztlich beim nach der starken zweiten Hälfte unzufrieden stellenden torlosen Unentschieden. Nächste Woche Sonntag wartet das ausverkaufte Derby gegen Energie Cottbus. Schönes Wochenende und gute Heimreise allen mitgereisten Fans!

Olaf Janßen nach dem Spiel: „Es war ein 0:0 der intensiven Sorte. Wir hatten in den ersten zehn Minuten Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden, haben uns dann reingebissen. Dann bekommen wir Chancen, die wir nutzen müssen. Unter dem Strich müssen wir zufrieden sein, dass wir nicht noch bitter bestraft wurden. Ich bin jedoch zuversichtlich, denn wichtig ist auch, dass man überhaupt erst einmal in diese Situationen kommt. Wir werden den Torabschluss im Training weiter forcieren.“

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Dies ist eine migrierte News einer früheren Website-Version der SG Dynamo Dresden. Wir bitten um Verständnis, dass es aus technischen Gründen möglicherweise zu Fehlern in der Darstellung kommen kann bzw. einzelne Links nicht funktionieren.


 

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